29.8.12

Akzeptanz

Ich möchte heute gerne über ein Thema schreiben, bei dem ich Angst habe, etwas falsches zu schreiben. Es soll darum gehen sich selbst und andere so zu akzeptieren, wie sie sind. Wenn ich davon rede, ist es klar, dass es mir nicht nur um dick, dünn, groß, klein, schlau oder dumm geht, sondern natürlich auch um behindert oder nicht behindert. Es geht mir auch heute nicht um Beleidigungen, oder sogar Mobbing, sondern mehr um die Menschen, die zwanghaft versuchen, das beste aus einem Menschen herauszukitzeln. Schon oft habe ich mich gefragt, warum man Fehler nicht einfach mal passieren lassen darf, warum man einfach nicht akzeptieren kann, wie etwas gerade ist. Warum man jeden Tag einen neuen Fortschritt braucht...als Motivation weiter zu kämpfen? Werden Menschen damit überfordert? Förderung ist eine tolle Sache und gerade bei Kids mit Down-Syndrom wichtig, aber ist nicht alles auch nur dann gut, wenn es in Maßen von statten geht? Schwieriger als andere, ist es glaube ich noch viel schwieriger sich selbst zu akzeptieren und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man meistens erst dann andere akzeptiert, wenn man es bei sich schon tut..  Ich will damit nur erzählen, wie ich es empfinde, niemandem Vorschreiben, was er besser machen soll, dazu bin ich mir dem was ich meine einfach noch nicht bewusst genug. Das einzige, was das hier darstellen soll, ist eine Anregung nachzudenken.

Von Imke

Kommentare:

  1. Andreas Posch30.8.12

    Hi, eine Gute Frage!
    Unser Joshi (3 1/4, AVSD behoben) ist nun in einer "normalen" Kita und das tut ihm sehr gut. Unser Rezept ist Freude am spielerischen lernen. In der Ergo läuft das so wunderbar und zu Hause auch. Beispiel: auf dem Trampolin (5m-Teil) schafft er, motiviert durch einen Ball zwischen meine Füßen hochgehalten, schon mal 4 Schritte und dann läßt er sich auf den Ball fallen, was wir mit Applaus und Freude honorieren. In der Kita hat er eine Integrationskraft, die auch so "tickt". Und wenn er mal nicht mehr will, wird halt so gespielt, was er mag. Wir fahren all gut damit.
    Lieben Gruß,

    Andreas

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  2. Vielen Dank, Imke, das sind ganz wichtige Gedanken! Dieser Drang, immer besser zu werden, ist wohl eine gute Motivation, um nicht einfach für immer stehen zu bleiben, aber er kann einen furchtbaren Druck bewirken, vor allem dann, wenn er nicht nur von innen kommt, sondern auch einem äusseren Druck, immer produktiver zu werden, entspricht.
    Herzliche Grüsse, macht weiter so!
    Hanspeter

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